Die rote Traube für weißen Wein
Pinot Noir dominiert die Champagne. Die blaue Traube wächst auf 38 Prozent der Rebfläche und prägt den Charakter vieler großer Häuser. Obwohl die Beeren dunkel sind, entsteht weißer Champagner - die Schalen werden sofort nach der Lese entfernt, bevor sie Farbe abgeben können.
Die Hochburg des Pinot Noir liegt in der Montagne de Reims. In den Grand-Cru-Gemeinden Ambonnay, Bouzy, Verzenay und Verzy entstehen die kräftigsten Grundweine. Sie bringen Struktur, Tiefe und Aromen von Kirsche, Himbeere und manchmal eine erdige Note.
Blanc de Noirs
Ein Champagner ausschließlich aus roten Trauben heißt Blanc de Noirs - "Weißer aus Schwarzen". Diese Champagner fallen körperreicher aus als Blanc de Blancs, mit mehr Frucht und weniger Säure. Sie passen gut zu kräftigen Speisen.
Einige Häuser wie Bollinger setzen stark auf Pinot Noir. Ihr Hausstil zeigt, was die Traube kann: Wucht ohne Plumpheit, Frucht ohne Süße, Länge ohne Schwere.